Sebastian Keck - Meine beschissene Angst und ich

06.05.2020

Quelle: Herder Verlag

Professor Martin Hautzinger schreibt als Resumée  in seinem Vorwort zu „Krank vor Angst“: „ Ein gelungenes, verwirrendes, unterhaltsames und hilfreiches Buch.“ So ordnet ein vom akademischen Leben und Schreiben geprägter Wissenschaftler diesen Text ein. Für den „Normalleser“ birgt dieses Buch jedoch mitunter heftigen Tobak.

„Herr Keck, Sie tun das hier für Ihre Tochter.“
Dieser Satz seiner Psychotherapeutin wirkt nach vielen Wochen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik im Schwarzwald auf den Patienten Sebastian Keck wie ein Weckruf.

Sebastian Keck ist ein in der Szene bekannter Hip-Hopper. Mit der Band „Freidenker“ brachte er zahlreiche Alben heraus. Seit 2006 ist er Inhaber und Geschäftsführer einer Werbeagentur. Was wie ein gelungenes Leben klingt, bekommt im Jahr 2017 einen derben Schlag vor den Bug. Kecks Tochter Ella wird geboren. Doch mit der Freude kommen Panikattacken, eine Angststörung und Depressionen. Was wir bis heute fälschlicherweise als „Burn Out“ bezeichnen, nimmt den frisch gebackenen Vater für Monate völlig aus dem Rennen.

Mit dem nötigen zeitlichen Abstand und dennoch schonungsloser Nähe lässt Keck den Leser in sein Tagebuch und damit in sein Leben. Wie in einem Nachrichtenticker erleben wir Morgentiefs, Suizidgedanken, Ehekrise, völlige seelische und körperliche Erschöpfung, schmerzhafte Biographiearbeit, Weinkrämpfe, das Licht und den Schatten unseres Gesundheitssystems und einen mühevollen Prozess des Lernens, der Sinnsuche und der Selbsterkenntnis.

Keine Angst, der Autor verfügt über die nötige Selbstdistanz und den Humor, um weder zu selbstmitleidig zu klingen noch den Leser mit unnützem Pathos zu langweilen und zu ängstigen. Aber Respekt vor der Erkrankung und vor dem Patienten bekommt man allemal.

 
 

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