Maja Nielsen: Flucht in die Freiheit

24.05.2024

Jetzt sind schon wieder ein paar Tage seit unserer Lesung mit Maja Nielsen verstrichen und dennoch wollen wir euch nicht vorenthalten, was wir spannendes gelernt und erlebt haben.

Maja Nielsen, eine Autorin die unter anderem für ihre Reihe „Abenteuer! Maja Nielsen erzählt“ bekannt ist, hat im Januar ein Jugendbuch veröffentlicht. Und sie schreibt über einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist.
Diesmal befinden wir uns im Jahr 1961 in Berlin. Der zweite Weltkrieg ist vorbei und Deutschland wurde in zwei Teile aufgeteilt. Die Kenner unter euch wissen, wir reden hier von der Bundesrepublik Deutschland (kurz BRD) und der Deutsch Demokratischen Republik (kurz DDR). Bis hierhin scheint noch alles soweit in Ordnung zu sein. Aber dann geschah etwas Schreckliches: Im August 1961 baute die DDR-Führung eine Mauer durch Berlin. Berlin war nun offiziell durch eine fast unüberwindbare Mauer getrennt.

Die Berliner Mauer stand vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989. Sie zog sich durch ganz Berlin und trennte die DDR von der BRD und sollte die Flucht von Ost-Berlin nach West-Berlin verhindern. Die Mauer war 155 km lang.

Wer noch mehr über die Geschichte Deutschlands herausfinden möchte, darf gerne hier klicken.

Und um dieses Buch ging es in der Lesung: Der Tunnelbauer

Mit dabei war Joachim Neumann. Die Figur Joachim aus dem Buch „Der Tunnelbauer" ist in Wahrheit er selbst. Er ist ein Zeitzeuge und hat Maja Nielsen alles aus dieser Zeit erzählt. Und die Autorin hat aus seinen Erlebnissen ein Buch geschrieben.

Ein Zeitzeuge ist eine Person, die bei besonderen Ereignissen aus der Vergangenheit dabei war.

Denn jetzt erst wird es spannend.
Der Titel des Buches „Der Tunnelbauer“ kommt nicht von ungefähr. Denn Joachim Neumann blieb nicht untätig. Nach seiner aufregenden Flucht von Oster-Berlin in den Westen wollte er unbedingt seine Familie retten. Er und einige weitere Freiwillige begannen mit dem Bau eines Tunnels unter der Grenze hindurch.
Was sich nach einer guten Idee anhört, stellte sich schnell als eine unfassbare Herausforderung heraus. Der Bau war eine große körperliche Anstrengung. Ständig mussten die Tunnelbauer Angst haben, dass jemand sie erwischte. Sie schlossen sich wochenlang in einer abgelegenen Halle ein, um von dort den Tunnel zu bauen. Und dann war das Graben selbst auch eine Herausforderung. Die Bodenschichten waren sehr unterschiedlich und auch das Grundwasser sorgte dafür, dass der Tunnel oft mit Wasser gefüllt war. Und dann fehlte ihnen auch die passende Ausrüstung. Aber sie gaben niemals auf.

Während der Lesung erzählte Joachim Neumann, was ihn dazu angetrieben hatte, weiter zu machen und was er damals alles erlebt hat. Die anwesenden Jugendlichen hörten neugierig zu und auch wir waren sehr berührt.

Aber es gab noch einen weiteren kleinen Gast. Auf dem Bild (links) könnt ihr ihn sogar entdecken. Joachim Neumann hält ihn in der Hand. Der Teddybär war ein Geschenk von dem Mädchen, das Herr Neumann sehr gerne mochte. Der Teddybär befand sich auch bei seiner Flucht in den Westen in seiner Nähe. Und heute darf der Teddy Maja Nielsen und Joachim Neumann bei Ihrer Lesereise in ganz Deutschland begleiten. Und sogar in Kairo waren die drei. Denn auch dort durfte Frau Nielsen ihr Buch vorstellen.

 
 

So oft wie Maja Nielsen uns mittlerweile besucht hat, könnt ihr euch wahrscheinlich schon vorstellen, wie gut sie schreibt.
Wenn ihr noch etwas über die anderen Lesungen, für die sie uns bereits besucht hat, erfahren möchtet, schaut doch hier vorbei:

Maja Nielsen und die Titanic

Maja Nielsen – Feldpost für Pauline

Und wenn ihr noch mehr von ihre lesen möchtet, dann schaut doch einfach hier vorbei: Maja Nielsen.

 
 
 
 

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Quelle: dbv
 
 

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